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Die Gerhart-Hauptmann-Schule gratuliert Teresa Matheis, Klasse 4a, ganz herzlich zum 1. Platz im Schreibwettbewerb "Stimme liest vor" 2014!

Die Siegerin findet ihr vorne rechts mit gestreiftem Shirt. Herzlichen Glückwunsch, liebe Teresa, zu diesem schönen Erfolg.

Und ein herzliches Dankeschön an die Klassenlehrerin Frau Münch, für die Unterstützung der Autorinnen und Autoren aus ihrer Klasse 4a.

Und hier der Siegertext von Teresa:

Das große Silvesterkonzert

Dieses Weihnachten bekam ich Bücher, Klamotten und Spiele. Aber am meisten freute ich mich über einen Zoogutschein. Als ich ihn meiner Mutter zeigt, meinte sie: "Den können wir gleich im Januar einlösen." Das fand ich toll.

Endlich war es so weit. Nach dem Frühstück fuhren wir los. Ich war aufgeregt  und hatte ein Kribbeln im Bauch. Schließlich hatte mein Vater einen Freund, der Zoowärter ist. Er sollte uns durch den Zoo führen. Seine Tochter Anne war auch dabei. Hoffentlich war sie nett.

Aber das würde ich ja gleich feststellen.

Die Erwachsenen begrüßten sich herzlich. Doch unsere Eltern fanden es sehr kalt und beschlossen, in das Cafe zu gehen. Anne, die einen lustigen Eindruck machte, meinte zu

mir:" Lass uns einfach alleine durch den Zoo laufen."

Kurz darauf waren wir bei den Pferden. Da flüsterte Anne:" Hörst du auch, wie die Tiere sprechen?" "Nein", antwortete ich, "ich höre nur das Wiehern von den Pferden."

"Ach ja, stimmt, du kannst es ja gar nicht verstehen. Du warst ja nicht auf der Silvesterparty."

"Welche Silvesterparty?", fragte ich verwirrt.

Da erzählte sie eine seltsame Geschichte: "Letztes Silvesterhabe ich mich nachts in den Zoo geschlichen, weil ich sehen wollte, was die Tiere so an Silvester machen. Da herrschte eine seltsame Stimmung. Den Schuppen hatten die Tiere ausgeräumt, bis auf das uralte verstimmte Klavier. Auch die Dekoration des Schuppens war äußerst merkwürdig: Die Schlange hatte ihre abgeworfenen Häute wie Gardinen vors Fenster gehängt, die Hufeisen der Pferde hingen an Schnüren von der Decke, die Wolle der Schafe lag als Teppich auf dem Boden. Die Affen hatten aus Bananenschalen Sterne, Monde und Sonne gebastelt.

Und jetzt begann das große Silvesterkonzert der Tiere. Vierhändig spielten die Affen auf dem alten Klavier, der Elefant trötete und stampfte mit den Kamelen den Takt. Die Tiger, Löwen und Leoparden brüllten dreistimmig, die Papageien krächzten den Text. Dazu tanzten die Bären mit den Schlangen, die Vögel flatterten piepsend um die Musiker herum. Die Giraffe, die am größten war und deshalb den besten Überblick hatte, übernahm das Dirigieren mit ihrem langen Hals. Doch der Höhepunkt des Konzerts war der Soloauftritt des Jaguars.

Er tanzte mit seiner Frau Tango, während das Jaguarkind das Tamburin schlug.

Kurz vor Mitternacht musste das große Feuerwerk vorbereitet werden. Für den Notfall standen Pinguine und Eisbären mit Eisschollen bewaffnet  neben dem alten Chef der Affenbande, der die Raketen zünden sollte. Behutsam feuerte er den ersten Feuerwerkskörper in den Himmel.

Alle waren so beeindruckt, dass sie nicht bemerkten, wie der alte Chef das Streichholz versehentlich hinter sich in die Tonne mit den restlichen Raketen warf. Es gab eine gewaltige Explosion, denn alle Raketen zündeten sich gegenseitig kurz hintereinander. Nach dem ersten Schreck starrten alle Tiere in den Himmel. Es gab viele Bewunderungsrufe.

Danach gratulierten alle dem alten Chef, und es gab festliche Speisen."

"Und das ist wirklich wahr?", fragte ich , nachdem Anne fertig erzählt hatte. "Ja , natürlich", antwortete Anne. "Und nur, wer einmal im Zoo Silvester mit den Tieren gefeiert hat, kann ihre Sprache verstehen."

Da habe ich mir fest vorgenommen, das nächste Silvester auch im Zoo zu verbringen, am liebsten zusammen mit Anne.      

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